Information Graphics


Oft versteht man komplizierte Sachverhalte erst, wenn sie einem visuell und anschaulich aufbereitet werden. Infografiken vermögen dies zu tun und sind daher in unserer heutigen Zeit nicht nur in Zeitschriften und Onlinemedien sehr geschätzt.

Doch sie sind viel mehr als nur die Veranschaulichung vieler komplexer Daten: In ihrem umfangreichen Werk „Information Graphics“ geht Autorin Sandra Rendgen dem geheimnisvollen Erfolg der Infografik nach und taucht dabei ein in eine Welt, die viel komplexer ist, als man es anfangs erwartet.

Die Geschichte der Infografik

Im ersten Kapitel des Buches wird der Leser entführt in die Jahrtausende währende Geschichte der Infografik. Sandra Rendgen, Expertin für Medien und Kunsthistorikerin, spannt einen weiten Bogen, der von Höhlenmalereien in Lascaux bis hin zur heutigen Zeit reicht. Dabei holt sich sie sich kompetente Unterstützung, unter anderem bei Simon Rogers vom Guardian, der einen 100-seitigen Essay über die Rolle von Daten im Journalismus beisteuert. Wie es sich für ein Buch über Infografiken gehört, wird dieser Beitrag, welcher übrigens in Deutsch, Französisch wie Englisch verfasst wurde, mit zahlreichen Grafiken unterstützt. 

Über 400 Beispiele anschaulich präsentiert

Das Kernstück des Werkes bildet eine umfassende Darstellung davon, wie man komplexe Themen einfach und verständlich in Infografiken erklären kann. Über 400 Beispiele zeigen gelungene Projekte, die jeweils mit hilfreichen Randdaten versehen sind. Sollte eine Grafik mehr Platz brauchen, lassen sich Seiten komfortabel ausklappen. Unterteilt ist dieser zweite große Bereich des Buches in vier Ordnungsprinzipien, nach denen Infografiken aufgeteilt werden: zeitlich, hierarchisch, räumlich und kategorisierend. 

Die Menschen hinter „Information Graphics“

Sowohl Sandra Rendgen als Autorin wie auch Julius Wiedemann als Herausgeber sind Spezialisten im Bereich der Medien und Infografiken. Die Kunsthistorikerin war nach ihrem Studium in Berlin und Amsterdam unter anderem bei Welt am Sonntag und Vanity Fair als freie Bildredakteurin tätig. Der gebürtige Brasilianer Wiedemann ist Autor mehrerer Bücher und arbeitete nach einem Marketing- und Grafikdesignstudium als Kunstredakteur in Tokio.

Fazit

„Information Graphics“ ist sicher nicht nur für Fachleute interessant. Die leicht verständliche und vor allem auch für Laien interessante Lektüre ist unterhaltsam und bietet sich auch gut als Geschenk an. Als Leser erhält man einen umfassenden Einblick zum Thema Infografik und mit Sicherheit einige neue Ideen, wie man selbst gute und erfolgreiche Infografiken erstellen kann.